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Unverträglichkeiten im Sport

Kurz und knapp - Was bedeutet Unverträglichkeit?

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist vereinfacht ausgedrückt eine Nahrungsmittel Allergie. Das bedeutet, dass bestimmte Nahrungsmittelbestandteile nicht toleriert werden. Unterscheiden muss man zwischen den primären und sekundären Intoleranzen. Während die primäre Intoleranz bereits bei der Geburt vorhanden ist, tritt die sekundäre erst im Laufe des Lebens auf. Wichtig zu wissen, denn daraus ergeben sich unterschiedliche Therapieansätze.

Da Unverträglichkeiten unter Sportlern keine Seltenheit sind, haben wir die am meisten auftretenden Intoleranzen und Beschwerdebilder im Darmbereich für Euch zusammengefasst:

  • Laktose Intoleranz
  • Dysbiose
  • Leaky Gut
  • Fructose Intoleranz
  • Candida-Pilz
  • Glutenunverträglichkeit

 

Laktose Intoleranz

Eine der wohl häufigsten Intoleranzen (Unverträglichkeiten) unter den Erwachsenen ist die Laktose Intoleranz. Genauer genommen handelt es sich hierbei um die Lactosemalabsorption.

Laktosemalabsorption ist eine unzureichende Absorption von Laktose im Dünndarm. Bei Sportlern kommt es häufig in höheren Belastungsphasen zu dieser sekundären Laktose Intoleranz. Wenn Entzündungsprozesse im Darm zunehmen, dann bilden sich nur sehr wenige der spaltenden Lactase-Enzyme heraus, die für die die Spaltung der Lactose zuständig sind. Aufgrund von mangelnder Laktase im Bürstensaum des Dünndarms, gelangt unverdaute Laktose in den Dickdarm. Dort kommt es zu einer bakteriellen Fermentierung des Zuckers, wodurch es zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt kommen kann.

 

Dysbiose im Darm

Die Mikrobiota (= Gesamtheit der Bakterien) in unserem Darm ist sehr fein aufeinander abgestimmt.

Grundgerüst hierfür bilden die Leitkeimstämme. Das sind Bakterienstämme, mit denen wir bereits sehr früh, im Idealfall schon im Geburtskanal, in Kontakt kommen.

Alle Bakterien haben hier eine bestimmte Aufgabe. Gerät allerdings die Keimzahl der Bakterien aus der Balance, kommt es zu einer Überwucherung einzelner Bakterien, was eine Dysbiose zur Folge hat.

Zusammenfassend ist eine Dysbiose somit ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung unserer Mikrobiota.

 

Leaky Gut – Gut oder Böse?

Leaky Gut - Einfach übersetzt bedeutet es soviel wie löchriger Darm. Doch was steckt dahinter? Unser Darm ist mit einer sehr feinen einzelligen Schicht `ausgekleidet`. Das bedeutet, dass viele einzelne Zellschichten nebeneinander liegen. Verbunden sind diese Zellen mit Tight Junktions, auf deutsch: Bindungsproteinstrukturen.

Bilden sich jedoch diese Proteinstrukturen zurück, verliert der Darm seine Barriere-Aufrechterhaltung und wird durchlässig wie ein Sieb.

Der Körper reagiert darauf mit permanenten kleinen Entzündungsprozessen, was wiederrum negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit, die Regeneration und auf die allgemeine Gesundheit hat.

 

Fructoseintoleranz

Bei der Fructose Intoleranz handelt es sich um eine dosisabhängige Unverträglichkeit. Fructose ist ein Einfachzucker, der nicht erst gespalten und im Dünndarm resorbiert werden muss. Er wird erst im Dickdarm verarbeitet, wo es zu einer bakteriellen Fermentierung kommt.

Durch die Fermentierung entsteht eine hohe Gasbildung, was folglich zu Durchfall und anderen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt führen kann.

Unter Sportlern tritt meistens die belastungsinduzierte Fructoseintoleranz auf. Grund hierfür ist, dass der Körper bei hoher Belastung nicht in der Lage ist den Fruchtzucker abzubauen.

Auf Fruchtzucker sollte besonders während dem Training und in Wettkampfphasen verzichtet werden. Auch in der Basis-Ernährung sollte er keinen zu großen Stellenwert haben.

 

Candida-Pilz

Das Kamäleon unter den Beschwerdebildern im Darm ist der Candida-Pilz. Dieser Pilz ist die Ursache für sehr stark wechselnde Befunde. 

Oft steckt dahinter eine Kohlenhydratunverträglichkeit.

Als Sportler steht ein erhöhter Kohlenhydratumsatz an der Tagesordnung. Um die Energiebereitstellung aufrecht zu erhalten werden Kohlenhydrate im Training, im Wettkampf und in der Basisernährung benötigt. Perfekte Bedingungen für den Candida-Pilz, denn dieser ernährt sich von Zucker.

Die Beschwerdebilder reichen von Blähungen, Verstopfungen, Schleimhautreizungen und Allergien bis hin zu Juckreiz und Schlafstörungen.

Nachgewiesen werden, kann der Candida-Pilz im Urin und im Stuhl. Leicht wieder los, bekommt man den Pilz aber leider nicht. Der hartnäckige und ungebetene Gast kann mit unterschiedlichen Therapieansätze vor die Tür gesetzt werden. Zum einen durch eine Kombi-Diät, aber auch durch Medikamente und den Ausgleich von Kohlenhydraten zu Fetten.

 

Glutenunverträglichkeit

Viele vermuten eine Weizenunverträglichkeit (Zöliakie), wenn es um das Thema Glutenunverträglichkeit geht, was jedoch nur in den seltensten Fällen zutrifft.

Gluten und Lektine sind Proteinstrukturen, die von Pflanzen als Fraß-Schutz vor Fressfeinden, wie Käfern, gebildet werden. Diese binden gerne Giftstoffe, was in erhöhter Menge auch Probleme beim Menschen hervorrufen kann. Da die Pflanzen immer ertragreicher werden sollen, werden starke Veränderungen vorgenommen und es entstehen Hybridzüchtungen, worunter die Qualität immer mehr leidet.

Gluten lösen zum Beispiel auch die Verbindungsprotein-Strukturen im Darm auf. Wie bereits erklärt, kann das zu der Problematik eines Leaky Gut führen.

 

Die negativen Einflüsse auf das Mikrobiom

Wir wissen bereits, dass unser Mikrobiom bei Dysbalancen mit Unverträglichkeiten reagiert. Doch was genau können diese Dysbalancen auslösen.

Alles in Einem: Unser heutiger Lifestyle

Neben Nahrungsmitteln, deren Qualität immer weiter abnimmt, tendiert der Großteil der Gesellschaft zu einem wenig aktiven Lebensstil.

Dazu kommt bei vielen psychischer Stress hinzu, da der Alltag uns immer mehr abverlangt. Aber auch physischer Stress wirkt sich negativ auf unser Mikrobiom aus.

Auch Medikamente (z.B.Schmerzmittel, Anti-Baby-Pille) und Drogen (Alkohol, Zigaretten) beeinflussen die Balance unseres Mikrobioms.

 

Fazit

Auftretende Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sollten immer sehr ernst genommen werden. Diese können sowohl die allgemeine Gesundheit, wie auch die Regenerationsfähigkeit und die Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen. Besonders sekundäre Intoleranzen sollte man nicht einfach tolerieren, sondern den Auslöser für die Unverträglichkeit finden.

Der nächste Schritt bei einer auftretenden Problematik könnte eine Mikrobiom-Analyse sein.

Außerdem können unterschiedlichste Produkte von OMNi BiOTiC zu einer Besserung beitragen. Lass dich dazu gerne in einer Apotheke beraten.

 


Unsere Expert:innen

Über die Autorin

Julia Skala

Profi Triathletin
Content Creatorin OMNi-POWER®